Chronik

Bereits 1908 wurde erstmals ein Versuch durchgeführt, in Piesendorf eine Musikkapelle zu gründen. Dieser Gründungsversuch wurde mit Hilfe von damaligen Feuerwehrleuten und Musikern unter Leitung von Alois Schernthaner vulgo Rieser Lois durchgeführt. Nach 3 Jahren verzog dieser jedoch nach Uttendorf, wodurch die beginnende Musikkapelle wieder aufgelöst wurde. Die bestehenden Instrumente aus diesem Gründungsversuch wurden in weiterer Folge nach Tirol verkauft. Die dokumentierte Gründung der Trachtenmusikkapelle fand jedoch erst am 3. Oktober 1926 statt. Besonders bemüht zur Gründung der Trachtenmusikkapelle haben sich der damalige Obmann des Kriegervereins Rupert Kapeller, Oberlehrer Anton Hutter und Pfarrer Bernhard Fuchs. Der erste Instruktor und Kapellmeister war Johann Heigenhauser, der vom damaligem Zimmerermeister Vitus Reiter von St. Johann im Pg. nach Piesendorf geholt wurde. Geprobt wurde vorerst im Gründungsgasthaus Salader, danach beim Mitterwirt und später im ehemaligem Kindergarten der alten Volksschule. Die musikalische Aufgabe zur Bildung der Musikkapelle war für den neuen Kpm. Johann Heigenhauser besonders schwierig, da die Musiker erst ausgebildet und unterrichtet werden mussten. Wer selber Musiker ist, weis was es bedeutet, ohne Vorbildung über 20 Mann gemeinsam heranzubilden. In unserer Chronik ist auch dokumentiert, dass man die angehende Musiker ersucht hatte, die zu erlernenden Instrumente glücklich zu wählen, da Umänderungen zu Missheligkeiten und Zeitverzögerungen führen würden. Festgehalten ist in der Chronik auch, dass zur Ausbildung zu wenige Instrumente zur Verfügung standen, wodurch nicht alle Anwärter ausgebildet werden konnten. Johann Heigenhauser war trotz der schwierigen Situation während der Gründungsjahre von 1926 bis 1950 Kapellmeister in Piesendorf. Am 8. Juni 1950 übernahm Prof. Hans Hoyer aus Zell am See die Kapellmeisterfunktion und leitete unsere Musikkapelle bis 25. Juni 1954. Nach Hoyer Hans wurde die Kapellmeisterfunktion 1954 von Bammer Alois übernommen, welcher beim Gründungskapellmeister Heigenhauer Johann am Flügelhorn ausgebildet wurde und bereits 1939 mit 14 Jahren in die Musikkapelle Piesendorf aufgenommen wurde. Unzählige jungen Menschen erhielten von Bammer Alois die musikalische Ausbildung auf den verschiedensten Instrumenten, welche in der Musikkapelle erforderlich waren. Der beste Beweis dafür ist, dass es heute noch zahlreiche aktive Musikanten in der Musikkapelle Piesendorf gibt, welche von Ihm ausgebildet wurden. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen wurde die Musikkapelle Piesendorf 1978 von Rudolf Lachmayr aus Kaprun übernommen. Musikalische Erfahrung, väterliche Ausstrahlung und Geselligkeit waren die Merkmale von Kpm. Rudolf Lachmayr und „ a guate Zwischenzeit“ die markanten Worte wenn nach der Probe noch die Wirtsstub’n besucht wurde und der Zeiger weit über Mitternacht hinausragte. Von 1985 bis 1999 wurde die TMK – Pd von Kpm. Rieder Alois geführt. Konsequente Arbeit führte zu beachtlichen musikalischen Erfolgen. Das herausragendste Ereignis war 1990 der Ausgezeichnete Erfolg in Stufe C beim Landeswertungsspiel im Salzburger Kongresshaus. Die Teilnahme am 12. Österreichischen Blasmusikfest in Wien 1991 war ebenfalls ein Meilenstein in der Ära des Kpm. Rieder Alois. Ebenso wurde unter der Ära von Kpm. Alois Rieder von 1992 – 1993 das neue Musikerheim mit Konzertpavillon errichtet. Die Aufnahme der CD „Mein Heimatland“ 1994 ergänzen die musikalischen Höhepunkte in dieser Zeit. Von 1999 bis 2007 wird die musikalische Leitung von Kpm. Lazansky Albert übernommen. Nach der Ausbildung am Flügelhorn begann Albert Lazansky unter dem damaligen Kpm. Lachmayr Rudolf die musikalische Laufbahn als Flügelhornist, bald darauf wechselte er auf das Tenorhorn. 1992 absolvierte er am Tenorhorn das goldene Leistungsabzeichen. Ab 2007 übernimmt Kpm. Dürlinger Sepp die musikalischen Agenden der TMK – Piesendorf.